DGB Bildungswerk Bayern
Die Freiheit, die sie meinen: Der Faschismus im 21. Jahrhundert
Ob Trump, Meloni oder Orban: Rechte Bewegungen erringen weltweit die Macht, Demokratien werden autoritärer. Grundlegende Bürger:innen- und Menschenrechte gelten nicht mehr, hart erkämpfte Arbeiter:innenrechte werden abgeschafft. Geflüchtete, sexuelle Minderheiten, Antifaschist:innen und Linke erfahren zunehmend Verfolgung.
In diesem Seminar untersuchen wir diesen globalen Trend: Was sind seine Ursachen? Wie hängt er mit dem Neoliberalismus zusammen? Findet er auch hierzulande statt? Dabei führt das Seminar in die Geschichte und Gegenwart des Faschismus ein, erklärt Faschismustheorien und bietet Ansätze zum Verständnis der autoritären Transformation unserer Gesellschaft. Nicht zuletzt diskutieren wir, was das alles für uns als Gewerkschaften aktuell bedeutet.
Referent: Dr. Sebastian Schuller, arbeitet zu Neoliberalismus, Spät-Kapitalismus, Antisemitismus und Verschwörungsdenken. Zuletzt ist in der Edition Assemblage sein gleichnamiges Buch zu Verschwörungsdenken und Neoliberalismus erschienen ("Die Freiheit, die sie meinen", 2024).
Termin: Samstag, 25.07.2026, 10:30 - 17:00 Uhr
Ort: Münchner Aids-Hilfe, Lindwurmstr. 71 (Rückgebäude)
Teilnahmebeitrag: 15 Euro (inkl. Getränke und Mittagsimbiss)
Anmeldung erforderlich per Mail.
Antifaschismus in Betrieb und Gesellschaft - Was tun gegen den politischen Rechtstrend
Gewerkschaften stehen für Solidarität, demokratische Teilhabe und eine offene Gesellschaft, in der Vielfalt geschützt und soziale Rechte gestärkt werden. Diese Grundwerte geraten jedoch zunehmend unter Druck: Extrem rechte Akteure gewinnen gesellschaftlichen Einfluss, verschieben politische Debatten und versuchen, soziale Unsicherheiten und betriebliche Konflikte für ihre menschenfeindlichen Ideologien zu instrumentalisieren.
Dabei zeigt sich extrem rechtes Denken längst nicht mehr nur in Parteien oder organisierten Strukturen. Rassismus, Nationalismus und menschenfeindliche Positionen treten offen im gesellschaftlichen Alltag, in sozialen Medien und auch in Betrieben zutage. Das stellt Gewerkschaften, Beschäftigte und zivilgesellschaftliche Initiativen vor neue Herausforderungen.
Unsere Tagung bietet Raum, aktuelle politische Entwicklungen und ideologische Strategien der extremen Rechten zu analysieren, Erfahrungen auszutauschen und gemeinsam Handlungsperspektiven gegen die gesellschaftliche Rechtsentwicklung zu diskutieren.
In Kooperation mit der DGB Region Oberpfalz, der DGB Jugend Oberpfalz und der Friedrich-Ebert-Stiftung Bayern.
Termin: Samstag, 28.11.2026, 10:30 – 16:30 Uhr
Ort: Gewerkschaftshaus Regensburg, Richard-Wagner-Str. 2
Die Teilnahme ist kostenlos.
Anmeldung erforderlich per Mail.
Es ist da! Das Münchenprogramm von Juli bis Dezember 2026
Ab sofort kann gebucht werden! Ein abwechslungsreiches Angebot an Stadtteilrundgängen, Betriebsbesichtigungen, Vorträgen, Kursreihen und Workshops erwartet Sie: Von „Tegernseer Landstraße 210: Seit Ende des Zweiten Weltkriegs ein wichtiger Ort der Demokratie in Bayern“ über „BR-Tour im Campus München-Freimann“ bis zu „„Der Sozialstaat - Gesellschaftliche und ökonomische Bedeutung“ und „Die wechselvolle Geschichte der heutigen Ernst-von-Bergmann-Kaserne“.
Seien Sie gespannt auf vielfältige Eindrücke aus Geschichte, Gesellschaft und Kultur in München und darüber hinaus!
Über unsere Homepage können Sie sich einfach und schnell per Kurssuche-Funktion anmelden. Anmeldungen sind für unsere und Ihre Planungssicherheit erforderlich. Das Programmheft im PDF-Format finden Sie hier. Das gedruckte Heft können Sie per E-Mail bestellen, oder Sie holen es sich in der Stadtinformation im Rathaus oder in einer Stadtteilbibliothek ab.
Bitte beachten Sie, dass aus organisatorischen Gründen nicht alle Veranstaltungen in Kooperation mit der MVHS im Programmheft abgedruckt werden konnten. Den jeweils aktuellen Stand unseres Angebots finden Sie auf unserer Homepage.
Soziale Bewegungen - Ursprünge und Aussichten
Rechte und autoritäre Bewegungen werden weltweit stärker. Diese Entwicklung geht mit einer Schwächung sozialer Bewegungen einher, die für progressive gesellschaftliche Veränderungen kämpfen.
Soziale Bewegungen bildeten sich, als das Adjektiv „sozial“ zu einem Kampfbegriff wurde. Seit Mitte des 18. Jahrhunderts tauchen sie in verschiedenen Formen auf und lassen sich als einen Erfahrungszusammenhang verstehen; die Akteur:innen streiten darum, in Freiheit und Gleichheit das Leben zu ändern und die Welt zu verändern. Dazu gehörten und gehören ganz entscheidend auch die Gewerkschaften. Damit sind soziale Bewegungen von rechten und autoritären Bewegungen ebenso abzugrenzen, wie von Aufständen und Unruhen, Protesten und Revolutionen.
Das Seminar zeichnet die Entstehung und Entwicklung zentraler sozialer Bewegungen nach. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, worauf es ankam und ankommt, damit sich soziale Bewegungen entfalten – und welche gewerkschaftspolitischen Schlussfolgerungen daraus zu ziehen sind.
Referentin: Dr. Annette Ohme-Reinicke, Soziologin und Autorin des Buchs Soziale Bewegungen - Ursprünge und aktuelle Formen (Schmetterling-Verlag).
Termin: Samstag, 27.06.2026, 10:30 – 17:00 Uhr
Ort: KKV Hansa Haus, Brienner Straße 39 Rgb., 80333 München
Teilnahmebeitrag: 15 Euro (inkl. Getränke und Mittagsimbiss)
Anmeldung per Mail.
Ökosozialismus - Geschichte und Aktualität einer Debatte
Schon Marx und Engels hatten die Zerstörung der Natur und die Ausbeutung des Menschen als Folge der Maßlosigkeit des Kapitals im Blick. Umweltzerstörung ist ihnen zufolge bestimmt als stoffliche Seite der monetären Kapitalverwertung. Nach dem Zweiten Weltkrieg entwickelten eine Reihe von Theoretiker:innen diesen Gedanken weiter zu einer Kritik der Technik, der Arbeit und des Konsums. Im Kontext der modernen Umweltbewegung wurden Begriffe wie Ökosozialismus und Ökomarxismus geprägt, unter denen theoretische und politische Alternativen diskutiert wurden. Mittlerweile hat die Verwüstung ein solches Ausmaß erreicht, das ökologisch orientierte Linke von einem neuen geophysikalischen Erdzeitalter sprechen, dem Anthropozän oder Kapitalozän.
Das Seminar gibt einen einführenden Überblick über die Debatte von Karl Marx bis in die Gegenwart. Die verschiedenen Ansätze werden vorgestellt, kritisch diskutiert und hinsichtlich ihrer politischen Konsequenzen befragt. Eine wichtige Frage ist dabei, wie sich die Gewerkschaften zu diesen Entwicklungen verhalten.
Referenten: Peter Bierl, Journalist und Buchautor und Wolfgang Veiglhuber, Mitarbeiter in der gewerkschaftlichen Bildungsarbeit
Termin: Samstag, 09.05.2026, 10:30 – 17:00 Uhr
Ort: Gewerkschaftshaus Nürnberg, Kornmarkt 5-7, 7. Stock, Raum bc
Teilnahmebeitrag: 15 Euro (inkl. Getränke und Mittagsimbiss)
Anmeldung per Mail.
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