Der Staat als Beute - Das Zeitalter der Rackets
Extreme soziale Ungleichheit, Milliardenvermögen in den Händen einzelner Personen, Korruptionsskandale und Netzwerke der Steuerhinterziehung – von diesen Phänomenen ist das neoliberale Zeitalter seit über drei Jahrzehnten geprägt. Trotz fortlaufender Skandalisierung hat sich daran nichts zum Besseren geändert – im Gegenteil: Mit Donald Trump und Javier Milei haben zwei rechtslibertäre Protagonisten die politische Bühne betreten, die das neoliberale Programm rücksichtslos zu voller Geltung bringen wollen. Erfolgreich sind sie, weil sie sich als „Macher“ profilieren. Dafür lügen sie und bereichern ihre Netzwerke. Schon längst sind ihre Forderungen nach massiven Sozialkürzungen, den Abbau sozialer Errungenschaften und weitreichende Privatisierung von staatlichen Aufgaben auch in konservativen Kreisen und bei Arbeitgeberverbänden in Deutschland erkennbar.
Für ein besseres Verständnis dieser politischen Praxis hilft der Racket-Begriff der Kritischen Theorie. Er thematisiert Fragen zur Demokratie, zur praktischen Bedeutung von Klassenverhältnissen und zur rechten Reaktion. Der Begriff wird im Seminar vorgestellt und hinsichtlich seiner Brauchbarkeit für gewerkschaftspolitische Überlegungen diskutiert.
Referent: Dr. Kai Lindemann, Geschäftsführer des Berliner Arbeitslosenzentrums, langjähriger Mitarbeiter in der DGB-Bundesvorstandsverwaltung und Autor des Buchs Die Politik der Rackets - zur Praxis der herrschenden Klassen (Dampfboot-Verlag).
Termin: Samstag, 21.03.2026, 10:30 – 17:00 Uhr
Ort: Restaurant Estragon, Jakobstr. 19, 90402 Nürnberg
Teilnahmebeitrag: 15 Euro (inkl. Getränke und Mittagsimbiss)
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