Theorie für eine verändernde Praxis

Das gewerkschaftspolitische Bildungsprogramm 2026

In Zeiten rasanter und tiefgreifender gesellschaftlicher Umbrüche ist theoretische Orientierung nötiger denn je. Mit unserem Bildungsangebot möchten wir Räume zur Verfügung stellen, in denen Orientierungsprozesse in solidarischer Zu­sammenarbeit stattfinden können. Hier der Überblicksflyer mit unseren Tagesseminaren in München und Nürnberg.

Gewerkschaftspolitische Tagesseminare 2026

Kapitalismus und Kapitalismuskritik - Einführungskurs

Online-Veranstaltung "Rechtssicher gegen Rechts"

Donnerstag, 12.02.2026, 18:00-19:30 Uhr
Weitere Infos im PDF-Flyer

Kontakt

DGB Bildungswerk Bayern
Neumarkter Str. 22
81673 München

Tel. 089 / 55 93 36 41

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Was noch kommt und was Sie verpasst haben:

Recht und Herrschaft in der bürgerlichen Gesellschaft

Tagesseminar am Samstag, 18.04.2026 in München

In unseren modernen Gesellschaften scheint ein Leben ohne Recht nicht mehr denkbar zu sein. Fast alle Lebensbereiche und Institutionen – von der Mietwohnung bis zur Ausländerbehörde – sind juristisch konstituiert. Unser Recht garantiert Grundrechte wie beispielsweise Menschenwürde und Gleichheit. Es sichert zugleich Vertragsschlüsse zwischen Freien und Gleichen. Dennoch werden Armut und Ungleichheit nicht beseitigt, sondern stellen sich vielmehr stets aufs Neue her.

Das Seminar geht der Frage auf den Grund, wie das sein kann, was Recht in der bürgerlich-kapitalistischen Gesellschaft ist, wie in diesem Zusammenhang Herrschaft funktioniert und warum es sich dennoch lohnen kann, um Rechte zu kämpfen.

Referentin: Anne-Kathrin Duncker, juristische wissenschaftliche Mitarbeiterin am Deutschen Institut für Menschenrechte

Termin: Samstag, 18.04.2026, 10:30 – 17:00 Uhr
Ort: Münchner Aids-Hilfe, Lindwurmstr. 71 (Rückgebäude), Raum Act Up (vormalig 0.1)
Teilnahmebeitrag: 10 Euro (inkl. Getränke und Mittagsimbiss)
Anmeldung per Mail.

Der Staat als Beute - Das Zeitalter der Rackets

Tagesseminar am Samstag, 21.03.2026 in Nürnberg

Extreme soziale Ungleichheit, Milliardenvermögen in den Händen einzelner Personen, Korruptionsskandale und Netzwerke der Steuerhinterziehung – von diesen Phänomenen ist das neoliberale Zeitalter seit über drei Jahrzehnten geprägt. Trotz fortlaufender Skandalisierung hat sich daran nichts zum Besseren geändert – im Gegenteil: Mit Donald Trump und Javier Milei haben zwei rechtslibertäre Protagonisten die politische Bühne betreten, die das neoliberale Programm rücksichtslos zu voller Geltung bringen wollen. Erfolgreich sind sie, weil sie sich als „Macher“ profilieren. Dafür lügen sie und bereichern ihre Netzwerke. Schon längst sind ihre Forderungen nach massiven Sozialkürzungen, den Abbau sozialer Errungenschaften und weitreichende Privatisierung von staatlichen Aufgaben auch in konservativen Kreisen und bei Arbeitgeberverbänden in Deutschland erkennbar.

Für ein besseres Verständnis dieser politischen Praxis hilft der Racket-Begriff der Kritischen Theorie. Er thematisiert Fragen zur Demokratie, zur praktischen Bedeutung von Klassenverhältnissen und zur rechten Reaktion. Der Begriff wird im Seminar vorgestellt und hinsichtlich seiner Brauchbarkeit für gewerkschaftspolitische Überlegungen diskutiert.

Referent: Dr. Kai Lindemann, Geschäftsführer des Berliner Arbeitslosenzentrums, langjähriger Mitarbeiter in der DGB-Bundesvorstandsverwaltung und Autor des Buchs Die Politik der Rackets - zur Praxis der herrschenden Klassen (Dampfboot-Verlag).

Termin: Samstag, 21.03.2026, 10:30 – 17:00 Uhr
Ort: Restaurant Estragon, Eingang Entengasse 2, 90402 Nürnberg
Teilnahmebeitrag: 15 Euro (inkl. Getränke und Mittagsimbiss)
Anmeldung per Mail.

Soziale Bewegungen - Ursprünge und Aussichten

Terminverschiebung auf Samstag, 27.06.2026

Rechte und autoritäre Bewegungen werden weltweit stärker. Diese Entwicklung geht mit einer Schwächung sozialer Bewegungen einher, die für progressive gesellschaftliche Veränderungen kämpfen.

Soziale Bewegungen bildeten sich, als das Adjektiv „sozial“ zu einem Kampfbegriff wurde. Seit Mitte des 18. Jahrhunderts tauchen sie in verschiedenen Formen auf und lassen sich als einen Erfahrungszusammenhang verstehen; die Akteur:innen streiten darum, in Freiheit und Gleichheit das Leben zu ändern und die Welt zu verändern. Dazu gehörten und gehören ganz entscheidend auch die Gewerkschaften. Damit sind soziale Bewegungen von rechten und autoritären Bewegungen ebenso abzugrenzen, wie von Aufständen und Unruhen, Protesten und Revolutionen.

Das Seminar zeichnet die Entstehung und Entwicklung zentraler sozialer Bewegungen nach. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, worauf es ankam und ankommt, damit sich soziale Bewegungen entfalten – und welche gewerkschaftspolitischen Schlussfolgerungen daraus zu ziehen sind.

Referentin: Dr. Annette Ohme-Reinicke, Soziologin und Autorin des Buchs Soziale Bewgungen - Ursprünge und aktuelle Formen (Schmetterling-Verlag).

Termin: Samstag, 27.06.2026, 10:30 – 17:00 Uhr
Ort: KKV Hansa Haus, Brienner Straße 39 Rgb., 80333 München
Teilnahmebeitrag: 15 Euro (inkl. Getränke und Mittagsimbiss)
Anmeldung per Mail.

 

Die extreme Rechte in Bayern - Akteur:innen, aktuelle Entwicklungen und gewerkschaftliche Gegenstrategien

Online-Veranstaltung am Mittwoch, 28.01.2026, 19:30-21:30 Uhr

Rechtsextreme Kräfte gewinnen auch in Bayern zunehmend an Einfluss. Sie treten nicht nur in Parteien und Organisationen, sondern auch im Alltag immer offener in Erscheinung. Ihre Strategie besteht im Kern darin, gesellschaftliche Konflikte und betriebliche Problemlagen im Sinne ihrer Ideologien zu instrumentalisieren. Für Gewerkschaften und engagierte Beschäftigte stellt dies eine wachsende Herausforderung dar.

Die Veranstaltung wirft einen aktuellen Blick auf die extreme Rechte in Bayern: Wer sind die zentralen Akteur:innen? Welche Entwicklungen und Strategien lassen sich derzeit beobachten? Und wie können Gewerkschaften diesen Tendenzen wirksam entgegentreten?

Neben einem Überblick über die aktuelle Situation steht der Austausch über gewerkschaftliche Handlungsmöglichkeiten im Mittelpunkt. Die Veranstaltung richtet sich an Gewerkschafter:innen, Betriebs- und Personalrät:innen sowie alle Interessierten, die sich kritisch mit dem Thema auseinandersetzen möchten.

Referenten: Robert Andreasch, Rechtsextremismus-Experte, Mitarbeiter von a.i.d.a. (Antifaschistische Informations-, Dokumentations- und Archivstelle München e.V.), und Stefan Dietl, Journalist, Buchautor und Gewerkschafter.

Beide sind Autoren der DGB-Broschüre #noAfD - keine Alternative für Beschäftigte.

In Kooperation mit dem DGB Bayern.

Die Teilnahme ist kostenlos. Anmeldung per .

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