Ökosozialismus - Geschichte und Aktualität einer Debatte
Schon Marx und Engels hatten die Zerstörung der Natur und die Ausbeutung des Menschen als Folge der Maßlosigkeit des Kapitals im Blick. Umweltzerstörung ist ihnen zufolge bestimmt als stoffliche Seite der monetären Kapitalverwertung. Nach dem Zweiten Weltkrieg entwickelten eine Reihe von Theoretiker:innen diesen Gedanken weiter zu einer Kritik der Technik, der Arbeit und des Konsums. Im Kontext der modernen Umweltbewegung wurden Begriffe wie Ökosozialismus und Ökomarxismus geprägt, unter denen theoretische und politische Alternativen diskutiert wurden. Mittlerweile hat die Verwüstung ein solches Ausmaß erreicht, das ökologisch orientierte Linke von einem neuen geophysikalischen Erdzeitalter sprechen, dem Anthropozän oder Kapitalozän.
Das Seminar gibt einen einführenden Überblick über die Debatte von Karl Marx bis in die Gegenwart. Die verschiedenen Ansätze werden vorgestellt, kritisch diskutiert und hinsichtlich ihrer politischen Konsequenzen befragt. Eine wichtige Frage ist dabei, wie sich die Gewerkschaften zu diesen Entwicklungen verhalten.
Referenten: Peter Bierl, Journalist und Buchautor und Wolfgang Veiglhuber, Mitarbeiter in der gewerkschaftlichen Bildungsarbeit
Termin: Samstag, 09.05.2026, 10:30 – 17:00 Uhr
Ort: Restaurant Estragon, Eingang Entengasse 2, 90402 Nürnberg
Teilnahmebeitrag: 15 Euro (inkl. Getränke und Mittagsimbiss)
Anmeldung per Mail.
