Eine schlagkräftige Interessenvertretung

setzt einen schlagkräftigen Bildungspartner voraus.

Das Bildungswerk des Deutschen Gewerkschaftsbundes Bayern veranstaltet jährlich knapp 700 Seminare und steht vor Ort zur Seite. Vom Altenpfleger bis zur Werkzeugmechanikerin - das DGB Bildungswerk Bayern macht sich seit 40 Jahren für alle stark, die für ihre Interessen eintreten.

Aktuelle Seminare

Wahlvorstandsschulung für die Betriebsratswahl: Vereinfachtes Wahlverfahren

Im Frühjahr 2018 sind viele Betriebsratsgremien neu zu wählen. Dieses Seminar soll Mitgliedern in Wahlausschüssen das hierfür nötige Wissen vermitteln - von...

Büro Oberbayern
am 20.11.2017

Wahlvorstandsschulung für die Betriebsratswahl Normales Wahlverfahren

Im Frühjahr 2018 sind viele Betriebsratsgremien neu zu wählen. Dieses Seminar soll Betriebsräten und Mitgliedern in Wahlvorständen für die anstehenden...

Büro Oberbayern
am 21.11.2017

Wahlvorstandsschulung für die Betriebsratswahl Normales Wahlverfahren

Im Frühjahr 2018 sind viele Betriebsratsgremien neu zu wählen. Dieses Seminar soll Betriebsräten und Mitgliedern in Wahlvorständen für die anstehenden...

Büro Oberbayern
am 29.11.2017

Wahlvorstandsschulung für die Betriebsratswahl Normales Wahlverfahren

Im Frühjahr 2018 sind viele Betriebsratsgremien neu zu wählen. Dieses Seminar soll Betriebsräten und Mitgliedern in Wahlvorständen für die anstehenden...

Büro Oberbayern
am 04.12.2017

Das Kirchengerichtsverfahren

Seminar im Auftrag von Verdi FB 3 Gesundheit, soziale Dienste, Wohlfahrt und Kirchen Wenn sich Mitarbeitervertretung und Dienststellenleitung in...

Büro Landesstelle
am 04.12.2017

Programm

Es gibt viele Möglichkeiten, sich unserem Seminarprogramm zu nähern. Sie können:
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Die Seminarsuche nutzen
Oder in Papierform bestellen

DGB Bildungswerk Bayern

18. November: Renaissance und Merkantilismus

Was waren eigenltich vorkapitalistische Zustände? Und wie entwickelte sich daraus der Kapitalismus? Darüber weiß der Sozialwissenschaftler Gerhard Stapelfeldt Bescheid. Und auch darüber, warum die Partie Spanien vs. Holland dabei eine wichtige Rolle gespielt hat.

Seit die Sophisten um 450 v. d. Z. die Tugendlehre gegen die Naturphilosophie dogmatisch verselbständigt haben, ist die Philosophie als praktische Philosophie begründet durch die aufklärende Kritik dieses sozialen Dogmatismus und das praktische Interesse, eine vernünftige Gesellschaft zu verwirklichen.

Sokrates zuerst, dann vor allem Platon, haben die dialektische Vernunft-Aufklärung entwickelt als den Weg zur vernünftigen Polis. In der Antike scheint diese Polis indes nur in einer Annäherung gegeben, die unerreichbar ist: die „menschliche Weisheit“ könne zur göttlichen nicht aufsteigen. Platons Philosophen-Staat bleibt bei dieser Annäherung stehen.

In der Renaissance (um 1420/1520), in der Platons Dialektik überliefert und in der Platonischen Akademie von Florenz studiert wird, entsteht ein welthistorischer Anspruch: Der Mensch könne philosophisch die göttliche Weisheit erkennen, er könne biblisch zu Gottes Ebenbild aufsteigen, Gottes Schöpfung erkennen und sich selbst sowie seine Welt erschaffen. Thomas Morus entdeckt 1515/16 das Land Utopia – auf Erden. Aber diese Utopie wird nicht verwirklicht durch den Umsturz der herrschenden Verhältnisse; Utopia liegt jenseits des Bestehenden. So ist die Renaissance eine Epoche, die alle Bereiche revolutioniert, aber ohne eine gesellschaftliche, bürgerliche Revolution ist. Der zeitgenössische Kaufmanns-Kapitalismus wird religiös verworfen.

Die erste bürgerliche Revolution ist der Befreiungskampf der Niederlande gegen Spanien. Dieser Kampf findet statt unter dem übergreifenden Dach des Reiches der Habsburger zwischen zwei Regionen, die vor allem aufgrund der spanischen Eroberungen und der Ausbeutung der Schätze Amerikas zwei gegensätzliche Entwicklungen nehmen. In Spanien wird jeder ökonomische bürgerliche Fortschritt durch den Absolutismus und die Inquisition unterdrückt; die Niederlande entwickeln sich zum führenden Land des Handelskapitalismus (Merkantilismus), legitimiert durch den Humanismus, den Calvinismus und das entstehende Naturrecht.

Von hier führt ein Weg zu den englischen Revolutionen von 1640/49 und 1688/89, zur amerikanischen Revolution von 1776 und zur französischen Revolution von 1789.

Referent: Prof. Dr. Gerhard Stapelfeldt lehrte von 1979 bis 2009 am Institut für Soziologie der Universität Hamburg. Seitdem arbeitet er als freier Schriftsteller in Hamburg.

Anmeldeschluss: Freitag, 10. November 2017
Seminarbeginn: Samstag 18. November 2017, 10:00 Uhr
Seminarende: Samstag, 18. November 2017, 17:30 Uhr
Teilnahmebeitrag: 5 Euro
Seminarort: DGB-Haus München, Schwanthalerstraße 64, 80336 München
Anmeldung:

Das Münchenprogramm 2018: Es kann gebucht werden

Das neue Münchnprogramm des DGB Bildungswerks München ist fertig!

Interessierte können das Programm hier im PDF-Format herunterladen. Alle neuen Kurse erscheinen auch in unserer Kurssuche und können darüber bequem online gebucht werden. Das druckfrische Münchenprogramm ist im Foyer des DGB-Gewerkschaftshauses München und in ausgewählten Bibliotheken vorzufinden oder kann unverbindlich unter anmeldung@bildungswerk-bayern.de geordert werden.

Wir freuen uns auf Ihre Anmeldungen und wünschen Ihnen spannende Führungen und anregende Kurse im Rahmen unseres Programms.

16. November: ZeitGenössischer Antisemitismus

Vortrag und Diskussion mit dem Sozialwissenschaftler David Hirsh über die Verschränkung von Israelfeindlichkeit und Antisemitismus. Hirsh gilt außerdem als ausgewiesener Kenner der aktuellen Auseinandersetzungen an englischen Hochschulen und innerhalb der englischen Gewerkschaften, Parteien und insbesondere innerhalb der Labour Party.

 

Linker Antisemitismus ist schwer zu erkennen, da er sich nicht in Nazi-Uniform kleidet, sich nicht offen hasserfüllt gegen Jüdinnen und Juden richtet. Diese Form des Antisemitismus wird in demokratischen Räumen häufig toleriert. Bei Gewerkschaften, Kirchen, linken oder liberalen politischen Stelldichein, bei bürgerlichen Talk-Runden oder in Seminaren radikaler Intellektueller sowie unter Genossinnen und Genossen ist linker Antisemitismus durchaus anzutreffen.

David Hirsh beschreibt in seinem Vortrag, wie sich Kritik an israelischer Politik in Antisemitismus wandelt und wie sich die Kämpfe um die Definition von Antisemitismus aktuell darstellen. Es geht auch darum, wie diejenigen, die Antisemitismus heute als antisemitisch entlarven und kritisieren, inzwischen angegangen werden - sie sollen schweigen.

Israel-Feindlichkeit ist, so Hirshs Befund, geradezu Ausweis und identitätstiftender Marker einer oppositionellen Haltung zu Neoliberalismus und globalem Kapitalismus geworden. Die "Gemeinschaft der Guten" kultiviere damit ein hochproblematisches Bild von der Mehrheit der Jüdinnen und Juden.

Der Vortrag, mit dem Hirsh derzeit unterwegs ist, findet in englischer Sprache statt. Aktuell ist keine Übersetzung vorgesehen.

Referent:
David Hirsh ist Lehrbeauftragter für Soziologie am Goldsmiths College, London, Mitglied der Labour Party und des Jewish Labour Movements sowie Gründer von "Engage", einer Kampagne gegen den akademischen Israelboykott. In seinem 2017 bei Routledge erschienen Buch "Contemporary Left Antisemitism" beleuchtet er aktuelle Debatten über den Zusammenhang von Antizionismus und Antisemitismus.

Beginn: Donnerstag 16. November 2017, 19:30 Uhr
Veranstaltungsort: DGB-Haus München, Schwanthalerstraße 64, 80336 München
Veranstalter: DGB Bildungswerk Bayern in Kooperation mit der Deutsch-Israelischen Gesellschaft AG München
Eintritt: kostenlos

Die Veranstaltenden behalten sich vor, Personen, die in der Vergangenheit rassistisch, antisemitisch oder menschenfeindlich in Erscheinung getreten sind oder rassistischen, antisemitischen oder menschenfeindlichen Organisationen angehören, den Eintritt zur Veranstaltung zu verwehren.

Seminarprogramm 2018 des Bildungswerks versendet!

Das Seminarprogramm des DGB Bildungswerks Bayern wurde bayernweit an über 3.000 Gremien versendet. Ein Vorwort der Geschäftsführerin Sabine Eger:

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

es freut mich wieder sehr, euch das neue Bildungsprogramm des DGB Bildungswerks Bayern e. V. für das Jahr 2018 vorzulegen. Wie in der Vergangenheit haben wir uns darum bemüht, ebenso interessante wie relevante Inhalte für Betriebs- und Personalräte, Jugend- und Auszubildendenvertretungen und Schwerbehindertenvertretungen anzubieten. Der Zweck unserer Angebote besteht im Kern darin, die betrieblichen Interessenvertretungen bei ihrer Arbeit zu unterstützen, indem wir sie inhaltlich stärken.

Die betrieblichen Interessenvertretungen stark zu machen, bedeutet für uns als gewerkschaftlichem Bildungsträger gleichzeitig, die gewerkschaftliche Durchsetzungsfähigkeit insgesamt zu verbessern. Dieses gewerkschaftliche Bildungsverständnis setzt sich damit bewusst ab von Vorstellungen einer angeblichen „Neutralität“: Unsere Bildungsarbeit versteht sich immer auch als politische Bildungsarbeit.

Wie euch allen bekannt ist, finden im Jahr 2018 Betriebsratswahlen statt. Gerade in Zeiten der „Prekarisierung“ und all der Prozesse, die vielfach mit den Stichworten „Digitalisierung“ und „Industrie 4.0“ beschrieben werden, sind handlungsfähige betriebliche Interessenvertretungen unverzichtbar. Nur sie – ausgestattet mit einem Grundverständnis von Einheitsgewerkschaft und umfassendem Wissen hinsichtlich ihrer Aufgaben – sind in der Lage, diese Prozesse aus Arbeitnehmersicht kritisch zu bearbeiten. Die Strategien der Arbeitgeberseite wie Kostensenkung, Arbeitsverdichtung und Flexibilisierung, die häufig zu Lasten der Beschäftigten ausschlagen, erfordern zwingend ein arbeitnehmerorientiertes Gegengewicht. Zur Qualität dieses Gegengewichtes beizutragen, das sehen wir als unsere Aufgabe.

Seid also alle herzlich eingeladen, an einem oder mehreren unserer Seminare teilzunehmen. Wir freuen uns sehr darauf, euch begrüßen zu dürfen.

Sabine Eger

Geschäftsführerin

Wer das Seminarprogramm nicht in Papierform erhalten hat, kann das Büchlein hier nachbestellen. Die Seminare sind auch in unserer Online-Suche zu finden. Außerdem empfehlen wir unsere nächsten Seminare zur Wahlvorstandsschulung in Regensburg, München, Augsburg, Nürnberg, Bamberg, Bad Berneck, Kemmern und Wernsdorf. Eine Übersicht der Wahlvorstandsschulungen ist hier im PDF-Format und hier online einsehbar. 

 

 

28. Oktober: Die Volksgemeinschaft der Deutschen

Das Werben in oft aggressiver Tat um einen völkischen, rassischen und ethnokulturellen Zusammenschluss der Deutschen gegen "Fremdes" feiert im politischen Leben der Bundesrepublik eine bemerkenswerte Auferstehung. Ein Tagesseminar mit Dr. Peter Schyga

Rechtsextreme Kreise von der AfD über die „Identitären“ und Pegida bis zu Neonazi-Zirkeln kämpfen in Tat und Propaganda gegen eine demokratische gesellschaftliche Ordnung. Um in dieser Auseinandersetzung besser gewappnet zu sein, soll es im Seminar um politische Strategien, ideologische Dogmen und Wurzeln der langen und verhängnisvollen Geschichte des antirepublikanischen Rechtsextremismus in Deutschland gehen. Im Begriff und der Geschichte der deutschen Volksgemeinschaft bündelt sich deren Agenda seit der vorletzten Jahrhundert-wende. Volksgemeinschaft bedeutet den autoritären Zusammenschluss eines willkürlich definierten Deutschtums gegen ein politisch Anderes, bedeutet Inklusion durch Exklusion.

Ihren grausamen Höhepunkt fand die deutsche Volksgemeinschaft unter der NS-Diktatur. Diese Volksgemeinschaft war nicht nur Mythos und Vision, wie in der Geschichtswissenschaft lange angenommen, sondern auch soziale Realität. Die massen-hafte Zustimmung der Volksgenossinnen und Volksgenossen war nicht nur gestellte Illusion und Propaganda, sondern handfeste Tat. Viele Deutsche nahmen die Rede von der Volksgemeinschaft ernst und betrachteten sie als Erlösung von gesellschaftlichen und sozialen Widersprüchen.

Die deutsche Volksgemeinschaft war keine Erfindung Hitlers und seiner Propaganda-apparate. Vorstellungen von einer klassen-harmonisierenden Einheit der deutschen Nation jenseits der Widersprüche einer kapitalistischen Klassengesellschaft und jenseits eines anstrengenden politischen Ringens um demokratische Mehrheiten bei Anerkennung und Würdigung des Anderen waren in unterschiedlichen Ausprägungen tief im deutschen Volk und seinen politischen Parteien – bis in die Sozialdemokratie hinein – verankert.

Die politischen Bilder einer Volks-gemeinschaft der Deutschen wirkten über die NS-Zeit hinaus lange in der Bundesrepublik fort und prägten die Adenauer-Ära, verschwammen in den politischen Eman-zipationsbewegungen seit den 1968er Jahren. Aktuell scheinen sie aber wieder Konturen zu bekommen.

Referent:
Dr. Peter Schyga, Freiberuflich tätig als Historiker und Publizist mit dem Büro KLIOpes in Hannover und als Referent des Vereins Erinnerung und Zukunft in der Region Hannover

Anmeldeschluss: Freitag, 20. Oktober 2017
Seminarbeginn: Samstag 28. Oktober 2017, 10:00 Uhr
Seminarende: Samstag, 28. Oktober 2017, 17:30 Uhr
Teilnahmebeitrag: 5 Euro
Seminarort: DGB-Haus München, Schwanthalerstraße 64, 80336 München
Anmeldung:

Artikelaktionen

Alphabetisierung jetzt!

In Deutschland gibt es über 7,5 Millionen Menschen zwischen 18 und 64 Jahren, die nicht gut lesen und schreiben können.
Das DGB Bildungswerk Bayern baut deshalb kollegiale Netzwerke für Grundbildung und Alphabetisierung in den Betrieben auf. Hier können Sie sich über das Projekt informieren: MENTO!

DGB Bayern

05.11.2017. Gedenkfeier in Dachau: „Erinnerung muss leben“

04.11.2017. Rechtsradikale Kundgebungen und Drohungen vor dem Münchner Gewerkschaftshaus

02.11.2017. Ausbildungsbilanz 2017: Polarisierung des Ausbildungsmarktes nimmt zu

IG Metall Bayern

16.11.2017. Arbeitgeber müssen sich Ruck geben

16.11.2017. Erste Tarifverhandlung in Bayern: Arbeitgeber verweigern sich den Forderungen der IG Metall

14.11.2017. M+E-Tarifrunde: Der Countdown läuft

ver.di Bayern

16.11.2017. Offener Brief der Tarifkommission Air Berlin Kabine

14.11.2017. Tarifabschluss Suez Süd wendet Streiks ab

26.10.2017. Tarifeinigung bei der Postbank und Kündigungsschutz bis 2021

Qualitätsmanagement

Für den DGB Bayern ist das DGB Bildungswerk Bayern Akteur im Rahmen des Aktionsplans des Bayerischen Ministeriums für Umwelt und Gesundheit:
"Bildung für nachhaltige Entwicklung in Bayern"

Darüber hinaus hat sich das DGB Bildungswerk Bayern erneut einer Prüfung auf der Basis des EFQM-Modells unterzogen und den Qualitätslevel „Recognized for Excellence“ erzielt.