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Theorie für eine verändernde Praxis

Das gewerkschaftspolitische Bildungsprogramm 2021

In Zeiten rasanter und tiefgreifender gesellschaftlicher Umbrüche ist theoretische Orientierung nötiger denn je. Mit unserem Bildungsangebot möchten wir Räume zur Verfügung stellen, in denen Orientierungsprozesse in solidarischer Zu­sammenarbeit stattfinden können. Hier eine Übersicht der kommenden Veranstaltungen.

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23. Februar: Was ist Dialektik?

Von der Einführung bis zur dialektischen Kritik des Neoliberalismus wird Prof. Dr. Gerhard Stapelfeldt im kommenden Tagesseminar über Dialektik referieren.

Die Frage, was Dialektik sei, suggeriert, es handele sich um eine Methode, die unabhängig vom Gegenstand bestimmt, gelernt und auf jedes mögliche Objekt anwendbar sei. Dieser Erwartung entsprechenden die geläufigen Vorurteile über Dialektik, etwa die Formel: ‚These – Antithese – Synthese’. Diese Vorurteile projizieren die Form der Methoden positiver Fachwissenschaften auf die Form einer dialektischen Theorie der Gesellschaft. Die Vorurteile sind nicht zu verwerfen, sondern als Ausdruck einer Gesellschaft aufzuklären, in der die Verhältnisse bewusstlos zu einer fixen, den Subjekten entfremdeten Objektivität verdinglicht sind.

Marx hat die Dialektik deshalb als eine Denkweise bestimmt, die „ihrem Wesen nach kritisch und revolutionär ist.“ Dialektik sei die Aufklärung bewusstloser gesellschaftlicher Verhältnisse, zentrales Moment der revolutionären Verwirklichung einer vernünftigen Gesellschaft, in der die Menschen sich ihrer selbst und ihrer Verhältnisse bewusst sind. In einer solchen Gesellschaft hätte die Dialektik ihren Gegenstand verloren.

Dialektik ist also nicht zu fixieren, nicht auf Formeln zu reduzieren, sondern exemplarisch und im gesellschafts-geschichtlichen Kontext vorzuführen: etwa an den Philosophien und Gesellschaftstheorien von Platon, Hegel, Marx, Horkheimer, Adorno.

Referent: Prof. Dr. Gerhard Stapelfeldt, lehrte bis 2009 am Institut für Soziologie der Universität Hamburg

Anmeldeschluss: Freitag, 15. Februar 2019
Seminarbeginn: Samstag 23. Januar 2019, 10:30 Uhr
Seminarende: Samstag, 23. Januar 2019, 17:00 Uhr
Teilnahmebeitrag: 5 Euro
Seminarort: Gewerkschaftshaus München, Schwanthalerstraße 64, 80336 München
Anmeldung: