Technologie- und Innovationsberatung

TIBAY – Die Beratungseinrichtung

Ob Betrieb, Einigungsstelle oder Gericht. Die Sachverständigen von TIBAY helfen Betriebs- und Personalräten in kniffligen Fällen. Zusammen mit unseren Partnern des deutschlandweiten TBS-Netzes entwerfen die TIBAY-Experten Betriebs- oder Dienstvereinbarungen, Gutachten oder Stellungnahmen.

Aktuelle Seminare

SAP aus Sicht der Interessenvertretungen

SAP wird in großen und zunehmend auch in mittelständischen Unternehmen eingesetzt, um die einzelnen Geschäftsprozesse miteinander zu verbinden und sie damit steuer-...

Büro Oberbayern
vom 19.02.201821.02.2018

Leistungs- und Verhaltenskontrolle mit IT-Systemen

Nahezu alle IT-Systeme können zur Leistungs- und Verhaltenskontrolle der Beschäftigten genutzt werden und fallen somit unter die betriebliche Mitbestimmung(§ 87 (1)...

Büro Oberbayern
vom 16.04.201818.04.2018

Einführung in den Datenschutz

Heutzutage werden personenbezogene Daten und damit auch Beschäftigtendaten in Unternehmen und Verwaltung in großer Menge gespeichert, zusammengeführt und ausgewertet....

Büro Oberbayern
vom 02.07.201803.07.2018

Leistungs- und Verhaltenskontrolle mit IT-Systemen

Nahezu alle IT-Systeme können zur Leistungs- und Verhaltenskontrolle der Beschäftigten genutzt werden und fallen somit unter die betriebliche Mitbestimmung(§ 87 (1)...

Büro Oberbayern
vom 26.09.201828.09.2018

E-Mail und Internetbenutzung im Betrieb

In der betrieblichen Praxis führt das Thema der privaten Nutzung von E-Mail und Internet immer wieder zu Unsicherheiten und landet nicht selten vor Gericht. Das...

Büro Oberbayern
am 02.10.2018

Neues aus dem Hause TIBAY

SAP-Fachtagung: Ordnung im Daten-Stadel schaffen

Der erste Tag der SAP-Fachtagung des TBS-Netzes zeigt sehr deutlich, dass die Herausforderungen der Betriebsratsgremien ein weiteres Mal zugenommen haben. Wer Ordnung im betrieblichen Daten-Stadel schaffen will, muss im Takt der immer schnelleren Ein- und Umbrüche bleiben. Und manchmal mit der Mistgabel ran.

Als Mariano Cordova heute Morgen von seinem Wecker aus dem Schlaf abgeholt wurde, hat die dazugehörige App ihm gleich berichtet, dass er gut geschlafen habe. Die Wetter-App des ehemaligen Konzernbetriebsrats von T-Systems riet ihm wetterfeste Kleidung, die Kaffeemaschine nahm unaufgefordert ihre Arbeit auf. Immer mehr Menschen nutzen derlei Technologien und Ratgeber. Doch als Verdi-Fachbereichsleiter für IT-Fragen hat Cordova auch einen kritischen Blick auf die zunehmend digitale Kontrolle unseres Lebens – vor allem dann, wenn es um die Beschäftigten in den Betrieben geht. „Die Digitalisierung schreitet voran“, sagt Cordova. „Aber wenn eine Kontrolle nicht rechtens ist, müssen Betriebsräte handeln und die Vorgänge justiziabel machen“, fordert er auf der SAP-Fachtagung 2014 in Hamburg kämpferisch. Allerdings betonte der Gewerkschafter auch, dass Datenschutz nicht immer im Interesse der Beschäftigten sei.

Die perfektionierte Ausspähung

Einer lässt über den Datenschutz hingegen nichts kommen – zumindest nicht in Rheinland-Pfalz. Dr. Stefan Brink ist der oberste Datenschützer im Weinbaugebiet. „Nicht alles, was in Betriebsvereinbarungen steht, erfreut das Herz der Datenschützer“, beklagt Brink. Allzu oft würden wichtige Gesetze zum Schutz der Beschäftigten durch Betriebsvereinbarungen aufgeweicht. Die Arbeitnehmerüberwachung sei inzwischen von einer intuitiven zu einer algorithmischen Überwachung transformiert: schematisch, lückenlos, stochastisch. Er fordert deshalb: „Wir brauchen unbedingt eine gesetzliche Regelung zum Beschäftigtendatenschutz.“ „Mit vielen der vorhandenen Regelungen kann niemand wirklich etwas anfangen“, sagt Brink.

Data-Mining und beschäftigte Versuchskaninchen

Einen Eindruck, wie perfekte Überwachung heute aussieht, weiß kaum ein Mensch besser als Jörg Blumtritt zu vermitteln. Der Vorsitzende der „Arbeitsgemeinschaft Social Media“ überwacht sich nämlich professionell selbst. Dazu zeichnet er seine Bewegungsdaten auf, die WLAN-Verbindungen sowie den Akku-Ladestand des Smartphones. Sein Befund: Auch wenige und scheinbar unbedeutende Informationen können verräterische Muster aufzeigen, womit sich verblüffend genaue Aussagen über das Verhalten von Menschen treffen lassen – insbesondere mithilfe von Data-Mining. Data-Mining und „Bring-Your-Own-Device“ verbesserten zwar teilweise den Service, aber „damit machen sie Beschäftigte auch zu Versuchskaninchen“, kritisiert Blumtritt.

Tatort SAP- Aufzeichnungen eines Forensiker

Ganz so turbulent geht es noch nicht in allen Betrieben zu. Zumindest im SAP-System lassen sich mit nahezu forensischen Methoden einige Missbrauchsfälle aufdecken. Ob Änderungen an der Berechtigungsverwaltung oder unerlaubte Dateneinsicht: So mancher Verstoß des Arbeitgebers gegen die betriebliche Regelung könnte zumindest geprüft und nachvollzogen werden. Darüber weiß Gerald Schrott bestens Bescheid, der seit 2002 bei IBS Schreiber für SAP-Systemprüfung zuständig ist. Schließlich könnte sich diese mögliche Transparenz aber auch gegen die Beschäftigten wenden, wenn Arbeitgeber beispielsweise ohne Verdachtsmoment auf Spurensuche im SAP-System gehen.

Corporate Compliance nicht ohne BetrVG

Das wäre gegen das Gesetz, betont auch Isabel Eder, Juristin der IG BCE-Abteilung Mitbestimmung. Der Arbeitgeber darf Daten - neben den erforderlichen - nur anlassbezogen erheben und nutzen, um Strafdaten aufzudecken – wenn das schutzwürdige Interesse des Beschäftigten nicht überwiegt. Darüber hinaus müssen dokumentierte tatsächliche Anhaltspunkte den Anfangsverdacht begründen. Insbesondere rät Eder den Betriebsräten, sich bei den immer häufiger angewendeten „Corporate Compliance“-Regelungen einzubringen. Die sogenannte Regelkonformität der Unternehmen bedeute laut der Gewerkschafterin beispielsweise auch: kein Verstoß gegen Unterrichtungspflichten des Arbeitgebers, Genehmigung von Überstunden nur mit Zustimmung des Betriebsrats.

Die unübersichtlichen Herausforderungen der Betriebratsgremien nehmen schnellen Intervallen zu. Die kommenden Workshops sollen helfen, im Daten-Gewirr einen besseren Überblick zu behalten, um die Interessen der Beschäftigten weiterhin effizient durchzusetzen.

Call-Center Fachtagung in Essen

Vom 27. - 30.10.2014 treffen sich in Essen die Expertinnen und Experten für Call-Centerfragen aus Beschäftigtensicht. Die Fachtagung mit dem Titel "Gute Arbeit im Call-Center und Kundenservice durchsetzen" wird vomTBS-Netz in Kooperation mit der IG Metall und ver.di organsiert.

Trotz der öffentlichen Empörung über den NSA-Skandal gibt es immer noch keine Selbstbeschränkung bei der elektronischen Leistungs- und Verhaltenskontrolle in Kunden- und Service-Centern. Umgekehrt ist aber der Überwachungsdruck eine wesentliche Belastung für die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen. Welche Belastungen auftreten und wie sie verringert werden können, ist eines von vielen Themen der Fachtagung, die das TBS-Netz zusammen mit DGB, ver.di und IG Metall vom 27. - 30. Oktober 2014 in Essen veranstaltet.

Betriebs- und Personalräte sind herzlich eingeladen, sich fachlich weiter zu qualifizieren und gezielt kollegial auszutauschen. Vorträge, Workshops und Fachforen zu wissenschaftlichen und praktischen Fragestellungen wechseln sich ab. Branchenforen für Handel, Finanzdienstleistung, Telekommunikation, Post/Logistik und Dienstleistung geben Raum, mit Vertretern aus Beratung und Gewerkschaft branchenspezifische Angebote und Probleme zu erörtern. Hinzu kommen Workshops mit Fachpolitikern, Gelegenheiten zur Fallberatung und zum Erfahrungsaustausch.

Die Schwerpunkte:

  •     Mindestlohn und Tarifvertrag
  •     Beschäftigtendatenschutz im Callcenter und aktuelles Datenschutzrecht
  •     Leistungs- und Verhaltenskontrolle regeln!
  •     Psychische Belastungen: Wie messen und regeln?
  •     Aufgaben und Möglichkeiten des staatlichen Arbeitsschutzes in der Callcenter-Branche
  •     Gütesiegel im Callcenter

Veranstalter: TBS-Netz
Datum: 27.10. bis 30.10.2014 in Essen
Anmeldeschluss: 06.10.2014
Veranstaltungskosten: inkl. Tagesverpflegung für 4 Tage:1.100 € plus 95 € für Übernachtung pro TN/pro Tag zzgl. Umsatzsteuer

Hier geht es zum Flyer mit dem Programm und weiteren Hinweisen.

30.09 - 02.10 in Hamburg: SAP-Fachtagung 2014 – für Betriebs- und Personalräte

Der Software-Hersteller im schönen Walldorf schläft nie, weshalb SAP die Interessenvertretungen vor immer neue Aufgaben stellt. Bei der SAP-Fachtagung vom 30. September bis zum 2. Oktober in Hamburg finden zahlreiche Vorträge und Workshops zum Thema statt. Eine Veranstaltung von TIBAY und des TBS-Netzes.

SAP wird in großen und zunehmend auch in mittelständischen Unternehmen und Organisationen eingesetzt. Damit sollen die einzelnen Geschäftsprozesse miteinander verbunden und so steuer- und auswertbar gemacht werden. Für die Interessenvertretungen bedeutet der Umgang mit dem SAP-Universum eine Fülle von Handlungsfeldern in Bezug auf Themen wie Beschäftigtendatenschutz, Leistungs- und Verhaltenskontrolle, aber auch Prozessveränderungen und Qualifizierungsmaßnahmen, um nur einige zu nennen.

Die SAP-Fachtagung für Betriebs- und Personalräte bietet Orientierung, Handlungshilfen, kompetente Beratungserfahrung und Erfahrungsaustausch. Das hier aufgeführte Programm stellt den aktuellen Stand der Planung dar und wird bei Änderungen umgehend aktualisiert.

Die Tagung ist eine Veranstaltung nach § 37.6 BetrVG in Verbindung mit § 40 BetrVG sowie nach entsprechenden Regelungen des BPersVG bzw. LPersVG, MVG bzw. der MAVO.

Veranstaltungsbeginn: 30. September 2014, 12:00 Uhr
Veranstaltungsende: 02. Oktober 2014, 14:00 Uhr
Veranstaltungsort: Lindner Hotel Am Michel, Neanderstr. 20, 20459 Hamburg

Näheres ist der Website der Fachtagung zu entnehmen

Artikelaktionen

Heise Topnews

18.11.2017. HTC U11 Plus im Test: monströses Smartphone mit Schwächen

17.11.2017. Internet anno 2047: Zwischen IPv4, Quantentransport und Fax

17.11.2017. Die "Zukunft der Polizei" auf der BKA-Herbsttagung: Zwischen Knöllchen-App und Augmented Police Reality

17.11.2017. Kommentar: Firefox ist wieder cool

Silicon

17.11.2017. Rechenzentrumsbetreiber Accelerated IT Services und First Colo fusionieren

17.11.2017. Crowdfunding-Kampagne für Smartphone mit Windows 10 Mobile gestartet

17.11.2017. Kaspersky legt Bericht zum Datenverlust bei der NSA vor

17.11.2017. Intel stellt 5G-Mobilfunkchips vor

Landesbeauftrage DS

17.10.2017. Neu: Grundsatzpositionen und Forderungen für die neue Legislaturperiode

16.10.2017. Neu: Gesetzentwurf der Bayerischen Staatsregierung für ein Bayerisches Datenschutzgesetz (Stand 28.09.2017)

05.10.2017. Neu: Gesetzentwurf der Bayerischen Staatsregierung für ein Bayerisches Datenschutzgesetz (Stand 28.09.2017)

27.09.2017. Neu: Internationaler Tag des allgemeinen Informationszugangs am 28. September 2017

25.09.2017. Neu: Der Sozialdatenschutz unter Geltung der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO)

TIBAY ist Teil des TBS-Netzes

 

Kontakt

Torsten Weber

Leitung der Technologie- und Innovationsberatung

Tel. +49 (089) 54 34 46 - 14