31. Oktober 2026, 09:30–16:00 Uhr
Deutschlands Außenpolitik der "Zeitenwende"
Mit der Zeitenwende verabschiedet sich Deutschland endgültig vom Anspruch der Zurückhaltung, der seit dem Zweiten Weltkrieg die Außenpolitik des Landes lange geprägt hat. Fortan soll die Bundeswehr nicht nur die größte konventionelle Streitkraft in Europa werden, auch Waffenlieferungen in Kriegsgebiete wie die Ukraine oder die dauerhafte Stationierung von Soldaten im Ausland (Litauen) sind Teil einer außenpolitischen Neuausrichtung, die Russland als größten Konkurrenten identifiziert.
Die deutsch-russische Konkurrenz erhöht die Gefahr einer militärischen Eskalation in Osteuropa und im postsowjetischen Raum. Eine Rückkehr zu einem System gegenseitiger Rüstungskontrolle und ziviler Konfliktbearbeitung scheint damit auf absehbare Zeit ausgeschlossen.
Das Seminar diskutiert am Beispiel des Ukraine-Kriegs die Hintergründe und fragt nach den politischen Alternativen zur Aufrüstung.
Referent: Dr. Felix Jaitner, Senior Research Fellow am Institute for Global Reconstitution (IGRec)
Der Teilnahmebeitrag beträgt 15,- Euro (inkl. Mittagsimbiss).