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Ein Gespenst geht um in Bayern:

das gewerkschaftspolitische Seminarprogramm

Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, manchmal muss auch ein guter Vortrag her. Deshalb gibt es selbstverständlich 2019 wieder zahlreiche Angebote zu gesellschaftskritischen Themen. Hier eine Übersicht.

15. April: Nie aufgeklärt und fast vergessen. Der Anschlag auf die Israelitische Kultusgemeinde im Februar 1970

Abendveranstaltung mit Olaf Kistenmacher (Historiker) im Rahmen der Reihe "Diskurs auf Sand" in der Favoritbar, Damenstiftstr. 12 (München).

 

An einem Freitag, dem 13. Februar 1970, legten Unbekannte im Wohnheim der Israelitischen Kultusgemeinde München Feuer. Sieben Menschen, Überlebende der Shoa, die gehofft hatten, im Land der Täter in Frieden alt werden zu können, starben in den Flammen. Zu der Tat hat sich nie jemand bekannt.

Was auf den ersten Blick wie ein mehrfacher Mord aussieht, den nur Nazis begangen haben können, wurde Anfang der siebziger Jahre der radikalen Linken oder palästinensischen Gruppen zugerechnet. Die Ermittlungen der Polizei verliefen ergebnislos. Und dann verschwand einer der größten antisemitischen Anschläge in der Bundesrepublik weitgehend aus der öffentlichen Diskussion – überschattet von dem Terrorangriff während der Olympischen Spiele 1972 in München, bei dem ein palästinensisches Kommando elf israelische Sportler ermordete.

Vortrag von Olaf Kistenmacher und Gespräch mit Philipp Stürzenberger.

Veranstaltungsbeginn: Sonntag, 15. April 2018, 20:30 Uhr
Veranstaltungsort: Favoritbar, Damenstiftstraße 12, München

Literaturempfehlung: "Keiner wills gewesen sein"

Die Veranstaltung wird gefördert vom Kulturreferat der Landshauptstadt München und dem DGB Bildungswerk Bayern