Eine schlagkräftige Interessenvertretung

setzt einen schlagkräftigen Bildungspartner voraus.

Das Bildungswerk des Deutschen Gewerkschaftsbundes Bayern veranstaltet jährlich knapp 700 Seminare und steht vor Ort zur Seite. Vom Altenpfleger bis zur Werkzeugmechanikerin - das DGB Bildungswerk Bayern macht sich seit 40 Jahren für alle stark, die für ihre Interessen eintreten.

Aktuelle Seminare

Abmahnung und verhaltensbedingte Kündigung

Dieses Seminar vermittelt, wann eine Abmahnung rechtswidrig bzw. rechtswirksam erfolgt ist und wann nicht. Erörtert wird, wie der Beseitigungsanspruch gegenüber der...

Büro Oberbayern
am 27.04.2017

Praxisseminar Öffentlichkeitsarbeit: Kommunikation mit Beschäftigten und Unternehmensumfeld

Betriebs- und Personalräte setzen sich für die Interessen der Beschäftigten ein. Doch Gutes tun, ist das eine. Die eigenen Erfolge auch zu vermitteln, ist das andere....

Büro Oberbayern
vom 02.05.201705.05.2017

Führen und Leiten von Betriebsrats- und Personalratsgremien - Modul 1

Dieses Seminar richtet sich an Betriebsrats- und Personalratsvorsitzende und ihre Stellvertreter. Eine gut geplante, arbeitsteilige Betriebsrats - bzw....

Büro Oberbayern
am 03.05.2017

Neueste Rechtsprechung zum Tarifvertrag für den Öffentlichen Dienst (TVöD)

Im Seminar wird ausführlich über die aktuellen und praxisrelevanten Urteile des Bundesarbeitsgerichts und verschiedener Landesarbeitsgerichte zum TVöD und zum...

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am 03.05.2017

Ein Tag am Arbeitsgericht

Dieses Seminar soll der Betrieblichen Interessenvertretung den unmittelbaren Eindruck einer arbeitsgerichtlichen Verhandlung geben. Zusätzlich werden prozessuale...

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am 04.05.2017

Programm

Es gibt viele Möglichkeiten, sich unserem Seminarprogramm zu nähern. Sie können:
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DGB Bildungswerk Bayern

12. März: Dialektik der Aufklärung

Eine Einführung in die Dialektik der Aufklärung von Dr. Manuel Rühle (DGB Bildungswerk Bayern) und Fabian Schmidt.

Die Befreiung des Menschen durch die Vernunft war das große Versprechen der Aufklärung. In scharfem Kontrast dazu stehen die Gewaltexzesse des 20. Jahrhundert und die autoritären Tendenzen der Gegenwart. Zwar rückt die technische Entwicklung eine bessere Welt für alle Menschen in greifbare Nähe, doch scheint diese zugleich weit entfernt. Ein Widerspruch, mit dem sich bereits Theodor W. Adorno und Max Horkheimer auseinandersetzten.

In der Vorrede ihrer 1944 im amerikanischen Exil erschienenen Dialektik der Aufklärung schreiben sie dazu: „Was wir uns vorgesetzt hatten, war tatsächlich nicht weniger als die Erkenntnis, warum die Menschheit, anstatt in einen wahrhaft menschlichen Zustand einzutreten, in eine neue Art von Barbarei versinkt.“ Mag man die Ursache darin vermuten, dass die Aufklärung den wahrhaft menschlichen Zustand nicht gegen ihre Gegner durchsetzen kann, so kommen Adorno und Horkheimer zu einem anderen Ergebnis. Das aufklärerische Versprechen drohe nicht an äußeren Zwängen zu scheitern, sondern – an der Aufklärung selbst. Diese enthalte bereits den Keim, der ihre unbestreitbaren Errungenschaften pervertiere. Statt nun die Aufklärung zu „beerdigen“, wollen die Autoren sie freilich über sich hinaustreiben. Aufklärung, so ihre Forderung, müsse sich selbst auch über ihre eigenen Gewaltmomente aufklären.

Dieses Seminar wendet sich an Kolleginnen und Kollegen, die sich bisher nicht mit dieser ebenso wichtigen wie nicht ganz einfachen Schrift auseinandersetzen konnten. Wir versuchen deshalb eine erste Annäherung an diesen Grundlagentext der Kritischen Theorie der Frankfurter Schule.

Referenten:
Dr. Manuel Rühle, Philosoph und Erziehungswissenschaftler, DGB Bildungswerk Bayern
Fabian Schmidt, Politischer Philosoph, Redakteur der Münchner Zeitschrift „Widerspruch“

Anmeldeschluss: Freitag, 4. März 2016
Seminarbeginn: Samstag, 12. März 2016, 10:00 Uhr
Seminarende: Samstag, 12. März 2016, 17:30 Uhr
Teilnahmebeitrag: 5 Euro
Seminarort: DGB-Haus München, Schwanthalerstraße 64, 80336 München
Anmeldung:

Fachtag am 14. April 2016: Mitbestimmung unter Druck - Behinderung der Betriebsratsarbeit

Das Betriebsverfassungsgesetz geht von einer vertrauensvollen Zusammenarbeit zwischen Arbeitgeber und Betriebsrat aus. Viel zu oft allerdings wird dieses Gebot arbeitgeberseitig ignoriert und teilweise sogar ins Gegenteil verkehrt. Die Beispiele für systematische und vorsätzliche Behinderungen bis hin zur Sabotage der Betriebsratstätigkeit sind zahlreich.

Beim Fachtag des DGB Bildungswerks Bayern werden die entsprechenden Grundstrukturen erörtert, praktische Beispiele dargestellt, die juristischen Rahmenbedingungen beschrieben und mögliche Umgehensweisen diskutiert.

 

Fachtag, Donnerstag 14. April 2016,
12:00 – 19:00 Uhr, Gewerkschaftshaus München

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Begrüßungssnack
12:30 Uhr Matthias Jena (Vorsitzender DGB Bayern)
Mitbestimmung stärken statt behindern
13:00 Uhr Günter Wallraff (Journalist)
Aus der schönen neuen Arbeitswelt - Willkür und Mobbing im Betrieb
15:00 Uhr Friedrich Schindele (Rechtsanwalt)
Mitbestimmung verteidigen, Rechte durchsetzen: mit den Möglichkeiten des BetrVG gegen Übergriffe des Arbeitgebers
16:00 Uhr Timm Boßmann (Konzernbetriebsrat Weltbild)
Wie man als Betriebsrat in wirren Zeiten einen kühlen Kopf bewahrt
17:00 Uhr Cometogether
19:00 Uhr Ende

 

Moderation: Torsten Weber (TIBAY)

Teilnahme und Verpflegung sind kostenlos. Bei dem Fachtag handelt es sich um eine Schulungsveranstaltung im Sinne des § 37 Abs. 6 in Verbindung mit § 40 Abs. 1 BetrVG. Der Fachtag richtet sich an Betriebsräte und steht auch anderen betrieblichen Interessenvertretungen offen. Hier ist der Flyer hinterlegt.

Um Anmeldung wird gebeten: Telefonisch: 089 / 55 93 36 50 oder per Fax: 089 / 5 38 04 94 oder per .

5. März: Flucht, Flüchtlingspolitik und die Rechte

Ein gewisser Teil der Gewerkschaftsmitglieder fühlt sich von den Auffassungen angesprochen, die im Spektrum von AfD und Pegida vertreten werden. Mit diesem Seminar setzen der DGB Bayern und das DGB Bildungswerk Bayern dem Argumente entgegen.

In diesem Seminar geht es uns darum, die Entwicklung rechter Formationen in Deutschland und Europa vor dem Hintergrund der Flüchtlingsbewegungen seit Mitte 2015 zu skizzieren und zu diskutieren. Dies bezieht sich in Deutsch-land (nicht nur) auf die im Frühjahr 2013 gegründete AfD sowie die im Winter 2014/2015 entstandenen Pegida-Aktivitäten und die jeweils dahinter stehenden inhaltlichen und ideologischen Auffassungen.

Dabei geht es uns um zwei Fragestellungen: Einerseits interessieren uns die inhaltlichen Positionen dieses Spektrums vor dem Hintergrund des Flüchtlingselends und andererseits wollen wir herausarbeiten, was genau die Essenz ist, die viele Bürgerinnen und Bürger an diesen politischen Kräften anspricht, was also die Anknüpfungspunkte im Alltagsbewusstsein von Menschen ausmachen.

Nicht zuletzt deshalb, weil sich auch ein gewisser Teil der Gewerkschaftsmitglieder von diesen Auffassungen angesprochen fühlt, soll am Ende des Seminars eine Diskussion über gewerkschaftliche Strategiefragen stehen. Wenn nicht alles täuscht, werden weder die Probleme in der EU abnehmen, noch werden die Fluchtbewegungen von verzweifelten Menschen zurückgehen. Dies lässt einen weiteren Aufschwung rechter Kräfte als wahrscheinlich erscheinen. Für Gewerkschaften und DGB wiederum ergeben sich daraus Aufgaben im klassisch antifaschistischen Sinne und in der Auseinandersetzung mit der weltweiten Entwicklung des Kapitalismus.

Referenten:
Robert Günthner, DGB Bayern, Leiter der Abteilung „Politische Planung“
Wolfgang Veiglhuber, DGB Bildungswerk Bayern

Anmeldeschluss: Freitag, 26. Februar 2016
Seminarbeginn: Samstag, 5. März 2016, 10:00 Uhr
Seminarende: Samstag, 5. März 2016, 17:30 Uhr
Teilnahmebeitrag: 5 Euro
Seminarort: DGB-Haus München, Schwanthalerstraße 64, 80336 München
Anmeldung:

27. Februar: Weltwirtschaft und Flüchtlingselend

Die Zeit imperialistischer Raubzüge ist schon länger vorbei. Moderne kapitalistische Nationen rauben nicht, sie kaufen und verkaufen - und bringen auf diese Weise Armut und Reichtum auf der Welt zustande. Der wissenschaftlicher Autor Dr. Rolf Röhrig wirft einen Blick auf Fluchtursachen im Kontext der Weltwirtschaft.

Der Weltmarkt ist kein Ort, an dem sich jeder das Nötige abholt, sondern die Konkurrenz von Geschäftsleuten und ihren jeweiligen Staaten um das Geld der Welt.
Kritiker der „Schattenseiten“ des Weltmarkts halten das einerseits für die Folgen eines „Neoliberalismus“, der im Zeitalter der „Globalisierung“ eingerissen sei. Staaten gelten da als Opfer übermächtiger Multis, die ganz ungezügelt ruinös wirken. Übersehen wird dabei, dass es die Tat der beteiligten Staaten selbst ist, die „den Grenzen das Trennende nehmen“ will. Sie wollen die berüchtigten Global Player im internationalen Geschäft sein, weil sie sich davon die Bereicherung ihres Standorts versprechen. Opfer sind sie keineswegs.

Andere kritische Wortmeldungen führen das desaströse Ergebnis der weltwirtschaftlichen Entwicklung, die ja nicht nur gewisse Staaten in der Konkurrenz ins Hintertreffen bringt, sondern vor allem deren Bevölkerung verarmt, auf einen „Neokolonialismus“ zurück. Die Zeit imperialistischer Raubzüge, die es tatsächlich einmal gegeben hat, ist allerdings schon länger vorbei. Moderne kapitalistische Nationen rauben nicht, sie kaufen und verkaufen und bringen genau auf diesem Weg die merkwürdige Ungleichverteilung von Armut und Reichtum auf der Welt zustande. Imperialismus heißt das nicht. Dieses Schimpfwort ist für die koloniale Vergangenheit reserviert, oder für die Rivalen Russland und China.

Was solche kritischen Stimmen zur Weltwirtschaft eint: Die betrüblichen Resultate des weltwirtschaftlichen Treibens lassen sie nur als Abweichung von einem eigentlich guten Normalzustand gelten, der eigentlich allseitigen Nutzen spenden könnte. Aber was, wenn die Normalform des ehrbaren internationalen Geschäfts der Grund der kritisierten Übel ist? Wir wollen im Seminar dieser Frage nachgehen und damit den oft angesprochenen, aber kaum ernsthaft erörterten Fluchtursachen auf die Spur kommen.

Referent: Dr. Rolf Röhrig, Wissenschaftlicher Autor und Dozent

Anmeldeschluss: Freitag, 19. Februar 2016
Seminarbeginn: Samstag, 27. Februar 2016, 10:00 Uhr
Seminarende: Samstag, 27. Februar 2016, 17:30 Uhr
Teilnahmebeitrag: 5 Euro
Seminarort: DGB-Haus München, Schwanthalerstraße 64, 80336 München
Anmeldung:

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TIBAY entwickelt Management-Verfahren für die Interessenvertretung

Auf der Basis eines Balanced Scorecard-Systems (ausgewogener Berichtsbogen) hat TIBAY ein Verfahren entwickelt, mit dem Betriebs- und Personalratsgremien ihre Ziele einfacher ordnen und erreichen können.

„Viele Gremien leisten hervorragende Arbeit, aber sie befinden sich leider andauernd in der Defensive. Das kann sehr frustrierend sein“, sagt Florian Feichtmeier von der gewerkschaftlichen Beratungseinrichtung TIBAY. „Mit Balanced Scorecard haben Betriebs- und Personalräte ein Werkzeug, um entlang einer definierten Strategie in die Offensive zu gehen, sich vom reagierenden zum agierenden Gremium zu entwickeln“, erklärt der TIBAY-Berater. Balanced Scorecard (BSC) zählt zu den wichtigsten Management-Werkzeugen des jungen 21. Jahrhunderts. Ausgehend von einem grundsätzlichen Unternehmensziel (wie Gewinnmaximierung, Markt- oder Technologieführerschaft) werden kritische Erfolgsfaktoren abgeleitet, die wiederum zur Steuerung des Unternehmens maßgeblich sind.

TIBAY hilft Gremien, sich auf eine gemeinsame Zielsetzung zu einigen

Das Prinzip lässt sich gut auf die Betriebs- und Personalratsarbeit übertragen – nur eben unter geänderten Vorzeichen. Das Hauptziel einer Interessenvertretung unterscheidet sich in der Regel von der Zielsetzung des Managements. Jahresschwerpunkt eines Betriebsrats ist nicht die Profitmaximierung, sondern beispielsweise die leichtere Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Im Jahr der Betriebsratswahl könnte das Hauptziel „Betätigung im Amt“ lauten. In einem Krisenjahr liegt der Schwerpunkt womöglich auf dem Schutz der Beschäftigten vor den Auswirkungen der Krise. Da kein Gremium dem anderen gleicht, unterscheiden sich die Zielsetzungen der Gremien auch stark voneinander. TIBAY hilft Gremien im ersten Schritt des Verfahrens, das Hauptziel zu definieren.

Steht das Hauptziel fest, sieht das BSC-Verfahren von TIBAY vier veränderbare Perspektiven vor, die sich gemäß dem Hauptziel ausrichten lassen.

BSC-Perspektiven für Betriebs- und Personalräte

Jede Perspektive untergliedert sich wiederum in Unterziele, denen messbare Kennzahlen und konkrete Maßnahmen zugeordnet werden. Ist das Hauptziel beispielsweise „Bestätigung im Amt“, könnten die Unterziele auf der Karte „Kommunikation“ wie folgt ausbuchstabiert werden. Auf diese Weise wird für jede Perpektive ein Zielkatalog erstellt.

Beispiel-Karte für die Perspektive "Kommunikation"

Mit dem BSC-Verfahren können Betriebs- und Personalräte überprüfbare Marschrouten definieren, die sie ihrem Hauptziel Schritt für Schritt näherbringen. Das Ergebnis passt letztendlich auf ein loses Blatt Papier. Auf einen Blick lässt sich sehen und kontinuierlich überprüfen, wie nahe das Gremium seinem Ziel bereits gekommen ist. Eine BSC-Strategie besteht nicht aus Worthülsen, was sie von vielen anderen Management-Strategien deutlich unterscheidet. Betriebs- und Personalräte haben damit etwas ganz Konkretes in der Hand, um gezielter und strukturierter zu agieren.

Artikelaktionen

Alphabetisierung jetzt!

In Deutschland gibt es über 7,5 Millionen Menschen zwischen 18 und 64 Jahren, die nicht gut lesen und schreiben können.
Das DGB Bildungswerk Bayern baut deshalb kollegiale Netzwerke für Grundbildung und Alphabetisierung in den Betrieben auf. Hier können Sie sich über das Projekt informieren: MENTO!

DGB Bayern

18.04.2017. Tag der Arbeit in Bayern: Wir sind viele. Wir sind eins.

29.03.2017. DGB Bayern erinnert an die Gründung des Bayerischen Gewerkschaftsbundes vor 70 Jahren

17.03.2017. Equal Pay Day: 24 Prozent Entgeltlücke - Stillstand in Bayern

IG Metall Bayern

25.04.2017. Europaweiter Aktionstag gegen Linde-Fusion

24.04.2017. IG Metall und Grammer-Beschäftigte protestieren gegen feindliche Übernahme

21.04.2017. IG Metall schließt in Bayern weiteren Tarifvertrag in Kontraktlogistik

ver.di Bayern

25.04.2017. Neuer Pflegemindestlohn: ver.di hält Einigung für „vertretbar“

20.04.2017. Entgelttarifvertrag für Beschäftigte der Sozialwirtschaft in Sachsen-Anhalt

13.04.2017. Deutsche Bank: Samstagsarbeit probeweise bis Ende 2019

Qualitätsmanagement

Für den DGB Bayern ist das DGB Bildungswerk Bayern Akteur im Rahmen des Aktionsplans des Bayerischen Ministeriums für Umwelt und Gesundheit:
"Bildung für nachhaltige Entwicklung in Bayern"

Darüber hinaus hat sich das DGB Bildungswerk Bayern erneut einer Prüfung auf der Basis des EFQM-Modells unterzogen und den Qualitätslevel „Recognized for Excellence“ erzielt.