Eine schlagkräftige Interessenvertretung

setzt einen schlagkräftigen Bildungspartner voraus.

Das Bildungswerk des Deutschen Gewerkschaftsbundes Bayern veranstaltet jährlich knapp 700 Seminare und steht vor Ort zur Seite. Vom Altenpfleger bis zur Werkzeugmechanikerin - das DGB Bildungswerk Bayern macht sich seit über 45 Jahren für alle stark, die für ihre Interessen eintreten.

Aktuelle Seminare

Schweinegrippe, Sars, "Corona"- das nächste Virus kommt bestimmt - im Betrieb vorbereitet, wenn die Situation eskaliert

arbeitsrechtliche Folgen und Handlungsbedarf Tagesseminar für betriebliche Interessenvertretungen zu den arbeitsrechtlichen Folgen u.a. von Quarantäne,...

Büro Oberbayern
am 21.04.2020

Betriebliche Altersvorsorge und Rente

Ein Überblick für Betriebs- und Personalräte sowie MAV Die betriebliche Altersversorgung gilt als Instrument zur Mitarbeiterbindung und -motivation. Seit 2002 ist der...

Büro Oberbayern
am 05.05.2020

Schweinegrippe, Sars, "Corona"- das nächste Virus kommt bestimmt - im Betrieb vorbereitet, wenn die Situation eskaliert

arbeitsrechtliche Folgen und Handlungsbedarf Tagesseminar für betriebliche Interessenvertretungen zu den arbeitsrechtlichen Folgen u.a. von Quarantäne,...

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am 05.05.2020

Ein Tag am Arbeitsgericht

Dieses Seminar soll der Betrieblichen Interessenvertretung den unmittelbaren Eindruck einer arbeitsgerichtlichen Verhandlung geben. Zusätzlich werden prozessuale...

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am 06.05.2020

Dienstreisen und auswärtige Beschäftigung

Dienstreisen, aber auch eine Seminarteilnahme oder die auswärtige Betreuung von Arbeitnehmern: Wann und was Reisezeit ist, steht vielfach in der Diskussion. Wir zeigen...

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am 11.05.2020

Programm

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DGB Bildungswerk Bayern

13. Juni 2015: Klassismus – Die Verachtung der unteren Klassen

Der Begriff des „Klassismus“ ist in der gewerkschaftlichen Diskussion bislang kaum präsent. Sebastian Friedrich, promoviert zum medialen Diskurs über Arbeitslosigkeit, wird in unserem Einführungsseminar Licht ins Dunkel einer gängigen Verächtlichmachung bringen.

Kurz gesagt bedeutet Klassismus die Diskriminierung und Unterdrückung von Menschen aufgrund ihres vorgeblichen oder wirklichen sozial- und bildungspolitischen Status. Diesen Menschen werden in der öffentlichen Diskussion – Presse, Fernsehen („Unter-schichtfernsehen“, Talkshows), Bezeichnungen („Hartzer“) oder Kabarett (z. B. Dieter Nuhr) – bestimmte kulturelle und soziale Verhaltensweisen (Alkohol, Gewalt, Jogginghosen etc.) unterstellt und in diskriminierender Absicht inszeniert. Unerheblich ist dabei, inwieweit bestimmte Verhaltensweisen klassenübergreifend zu beobachten sind.

Es liegt auf der Hand, dass sich Klassismus mit anderen Formen der Diskriminierung überschneidet, bspw. mit Rassismus oder Sexismus. Im neoliberalen Diskurs der härteren Sorte (vgl. Sarrazin und andere) wird diese Diskriminierung zu einem Gebräu aus Genetik, Migration, persönlichem Versagen und sozialer Schädlichkeit verdichtet. Der klassenstrukturelle Aspekt ökonomischer und sozialer Verwerfungen in kapitalistischen Gesellschaften wird dabei vollständig ignoriert. Angesagt ist Bestrafung und Degradierung der Betroffenen, begleitet vom warnenden Zeigefinger gegenüber den noch Integrierten, den Pfad des Wohl-verhaltens und der Unterordnung bei Strafe des sozialen Abstiegs ja nicht zu verlassen.

Parallel dazu zeigen die Bielefelder Studien von Heitmeyer und anderen die Zunahme der „rohen Bürgerlichkeit“ und des schieren Hasses u. a. gegenüber deklassierten Menschen (bspw. Umgang mit Bettlern und Obdachlosen). Und die klassische Arbeiter- und Gewerkschaftsbewegung? Welche Stellung nimmt sie ein zu diesem Phänomen? Anders gefragt: Werden diese Phänomene im Gewerkschaftsbereich – im besten Fall – als Gründe für eine humane Sozialpolitik gesehen oder als Ausdruck persönlichen Versagens begriffen oder im Rahmen einer Kritik der ökonomischen Verhältnisse reflektiert? Und was bedeutet das jeweils für die Organisationspolitik einerseits und die Möglichkeiten der Selbstorganisation der Betroffenen andererseits?

Referent: Sebastian Friedrich, Redakteur bei „ak – analyse & kritik“ und „kritisch-lesen.de“. Promoviert zum medialen Diskurs über Arbeitslosigkeit und Arbeitslose in der Bundesrepublik Deutschland (1949 – 2005).

Anmeldeschluss: Freitag, 5. Juni 2015
Seminarbeginn: Samstag, 13. Juni 2015, 10:00 Uhr
Seminarende: Samstag, 13. Juni 2015, 17:30 Uhr
Teilnahmebeitrag: 5 Euro
Seminarort: DGB-Haus München, Schwanthalerstraße 64, 80336 München
Anmeldung:

9. Mai 2015: Kulturindustrie und Ideologie

Wie war es möglich, dass eine Wirtschaftskrise weltweit zu ökonomischen und sozialen Verwerfungen führte, ohne dass die bestehende kapitalistische Ordnung ins Wanken geriet? Und spielte dabei die Ausdehnung der kapitalistischen Massenproduktion auf Kunst, Alltagskultur und Medien eine Rolle?

Die Entwicklung nach dem Börsencrash 1929, der Aufstieg des Nationalsozialismus und der von Deutschland begonnene 2. Weltkrieg stellen gerade kritische Menschen vor die Frage, „warum die Menschheit, anstatt in einen wahrhaft menschlichen Zustand einzutreten, in eine neue Art von Barbarei versinkt“, wie es die Sozialphilosophen und Begründer der Kritischen Theorie der „Frankfurter Schule“ Max Horkheimer und Theodor W. Adorno 1944 formulierten. Ihr an die Ideologiekritik der Marxschen Theorie angelehntes Konzept der Kulturindustrie versucht zu erklären, warum der damalige Kapitalismus anstelle einer widerständigen Arbeiterklasse vor allem eines produzierte: Kritiklosigkeit.

Die Ausdehnung der kapitalistischen Massenproduktion auf Kunst, Alltagskultur und Medien ähnele ihre Erzeugnisse einander immer weiter an. Deren standardisierter, gleichförmiger Charakter fessle die Menschen an die bestehenden Verhältnisse. Denn mit den Werken ändere sich auch deren Aufnahme durch die Menschen: an die Stelle aktiver Auseinandersetzung trete passiver und oberflächlicher Konsum. Dadurch stabilisiere die Kulturindustrie die bestehenden Herrschaftsverhältnisse und entziehe sie der Kritik. Der Konsum ihrer Produkte entwöhne die Menschen eigenständiger gedanklicher Tätigkeit und übe sie stattdessen in schematische Denk-, Wahrnehmungs- und Handlungsweisen ein. Die Kulturindustrie gebe ihnen vor, wie sie sich zu verhalten haben, um gesellschaftlich erfolgreich zu sein, ja wie sie überhaupt ihre materielle Existenz aufrechterhalten können.

Im Seminar werden die Begriffe Ideologie und Kulturindustrie ausführlich dargestellt und erörtert. Dabei soll die Tragfähigkeit der Ausarbeitungen der „Frankfurter Schule“ zu Ideologie und Kulturindustrie einer kritischen Überprüfung unterzogen werden.

Referenten:
Dr. Manuel Rühle (Philosoph und Erziehungswissenschaftler, DGB Bildungswerk Bayern)
Fabian Schmidt (Politischer Philosoph, Redakteur der Münchner Zeitschrift „Widerspruch“)

Anmeldeschluss: Montag, 4. Mai 2015
Seminarbeginn: Samstag, 9. Mai 2015, 10:00 Uhr
Seminarende: Samstag, 9. Mai 2015, 17:30 Uhr
Teilnahmebeitrag: 5 Euro
Seminarort: DGB-Haus München, Schwanthalerstraße 64, 80336 München
Anmeldung:

La Boom! Heraus zum 1. Mai!

TIBAY und das DGB Bildungswerk Bayern sind mit einem Stand bei der 1.Mai-Kundgebung in München vertreten. Das ist eine gute Chance, uns ordentlich die Meinung zu geigen. Tatsächlich: Wir freuen uns wie jedes Jahr auf Besuch und anregende Gespräche. Im Rahmen der Kundgebung werden Simone Burger (DGB München), Dieter Reiter (OB München) und Detlef Wetzel (Vorsitzender der IG Metall) sprechen.

Weitere Informationen zum 1. Mai-Abzeichen sowie dem Rahmenprogramm sind auf der Seite des DGB München zu finden.

25. April: Fordismus und Postfordismus:

Trägt das Konzept vom "Postfordismus" tatsächlich, um die Entwicklungen der letzten Jahrzehnte auf einen einfachen Nenner zu bringen? Dem geht Dorothea Schmidt nach, Professorin für Wirtschafts- und Sozialgeschichte an der Hochschule für Wirtschaft und Recht in Berlin.

Seit mehr als zwei Jahrzehnten haben die Begriffe Fordismus und Postfordismus in den Sozialwissen-schaften, insbesondere bei linken Theoretiker/inne/n, weite Verbreitung gefunden. Es handelt sich demnach um zwei Phasen des modernen Kapitalismus, die am Beispiel der Produktionsweise der Automobilindustrie festgemacht werden. Der Fordismus verweist auf die einstmals viel beachteten Fabriken Henry Fords, in denen vor 1914 neue, hochmechanisierte Produktionsmethoden – unter anderem Fließbänder – eingeführt wurden.

Seit den 1970er Jahren ist dieses Produktionsmodell aber in die Krise geraten: der „fordistische Massenarbeiter“ wurde zum Hindernis für die Kapitalverwertung, weshalb man zu neueren und flexibleren Produktionsformen überging, mit denen die Ära des Postfordismus eingeläutet wurde.

Der „Postfordismus“ soll hierbei in jeder Hinsicht das Gegenteil der vorangehenden Periode darstellen. Doch trägt das Konzept tatsächlich, um die Entwicklungen der letzten Jahrzehnte auf einen einfachen Nenner zu bringen? Und was folgt daraus für gewerkschaftliche Politik?

Anmeldeschluss: Samstag, 17. April 2015
Seminarbeginn: Samstag, 25. April 2015, 10:00 Uhr
Seminarende: Samstag, 25. April 2015, 17:30 Uhr
Seminarort: DGB-Haus München, Schwanthalerstraße 64, 80336 München
Anmeldung: siehe Flyer.

18. April: Emanzipatorisches Denken in Krisenzeiten

Über die Diskussion um Krise und Alternativen wird der Historiker und Philsoph Professor Jan Hoff sprechen.

Das Thema „Emanzipation“ scheint vielfach wieder in Mode zu sein und dazu auch die diversen Theorien. Es wird wieder offen darüber nachgedacht, wie eine befreite Gesellschaft jenseits der kapitalistischen Produktionsweise aussehen könnte. Deshalb soll im Seminar eine Zusammenfassung und Bewertung der internationalen emanzipationstheoretischen Diskussion gegeben werden.

Interessierten Kolleginnen und Kollegen wird eine Hilfestellung dazu gegeben, sich auf fundierte Weise ein Urteil zu bilden. Bei den dargestellten Theorien handelt es sich um Denkansätze, die entweder innerhalb sozialer Bewegungen verortet werden können oder auf soziale Bewegungen verwiesen sind. Dort findet ein bedeutender Teil der im Seminar vorgestellten Denker auch ein Publikum: Einige werden in diesen Bewegungen intensiv aufgenommen und üben einen beträchtlichen Einfluss auf sie aus; andere erhalten höchstens am äußersten Rande der Bewegungen eine gewisse Aufmerksamkeit.

Ein grundlegender Ausgangspunkt des Seminars besteht in der Annahme, dass innerhalb sozialer Bewegungen theoretisch-inhaltliche Lernprozesse von entscheidender Bedeutung für die politische Ausrichtung und die Weiterentwicklung sind.

Anmeldeschluss: Freitag, 10. April 2015
Seminarbeginn: Samstag, 18. April 2015, 10:00 Uhr
Seminarende: Samstag, 18. April 2015, 17:30 Uhr
Seminarort: DGB-Haus München, Schwanthalerstraße 64, 80336 München
Anmeldung: siehe Flyer.

Artikelaktionen

Gute Weiterbildung gestalten!

 

Mit der Digitalisierung sehen sich Beschäftigte und Unternehmen immer neuen Anforderungen ausgesetzt. Wie muss Weiterbildung gestaltet sein, damit die Arbeitenden nicht zum Spielball wechselnder Marktanforderungen werden? Welche Möglichkeiten gibt es für betriebliche Interessenvertretungen, gute Weiterbildung vorausschauend mitzugestalten?

Unser Beratungsangebot

Zum Übersichts-Flyer

Alphabetisierung jetzt!

In Deutschland gibt es über 6,2 Millionen Menschen zwischen 18 und 64 Jahren, die nicht gut lesen und schreiben können.
Das DGB Bildungswerk Bayern baut deshalb kollegiale Netzwerke für Grundbildung und Alphabetisierung in den Betrieben auf.

Weitere Informationen

Überblick und Ansprechpersonen in Bayern

 


MAV katholische Kirche

DGB Bildungswerk Bayern präsentiert 2020 in Zusammenarbeit mit ver.di FB 3 (Gesundheit, soziale Dienste, Wohlfahrt und Kirchen) erstmals ein eigenes Jahresprogramm für die Mitarbeitervertretungen der katholischen Kirche. Zu allen Seminaren im Jahresprogramm liegen Anerkennungen nach § 16 MAVO vor.

Zum Programm

DGB Bayern

02.04.2020. 805.897 Gewerkschaftsmitglieder in Bayern – Stabilität auf hohem Niveau

31.03.2020. Arbeitsmarkt: Kündigungen vermeiden – Kurzarbeitergeld aufstocken

27.03.2020. Abschlussbericht der Rentenkommission: DGB Bayern setzt sich weiter für eine starke gesetzliche Rente ein

IG Metall Bayern

20.04.2020. Corona-Krise: Die wichtigsten Kontakte

31.03.2020. Chinesische Partnergewerkschaft der IG Metall Bayern spendet 50.000 Mundschutzmasken

27.03.2020. Textile Dienste stocken Kurzarbeitergeld auf 80 Prozent auf

ver.di Bayern

16.03.2020. Entlastungsvereinbarung mit Uniklinikum Schleswig-Holstein getroffen

16.03.2020. Filmkreative werden am Erfolg von deutschen Netflix-Produktionen beteiligt

21.02.2020. Ameos-Kliniken: Jetzt wird verhandelt